So traurig. So genial. Galveston.

pizzoO weh, dieser Roman ist so traurig. So hart. So melancholisch. So genial. In „Galveston“ (Metrolit) schildert Nic Pizzolatto die dramatische Flucht des ehemaligen Mafia-Killers Roy Cady. Er hat Krebs, und seine alten Kollegen wollen ihn umlegen. Eigentlich möchte Cady nur noch ganz weit weg, nur noch sterben. Doch mit ihm flüchten eine junge Frau und ihre kleine Schwester – er schafft es nicht, sie allein zu lassen. Nic Pizzolatto hat großes Mitgefühl für seinen gebrochenen Helden. Und er fängt brillant die bedrückende, trostlose Stimmung jener Orte ein, die Cady auf seiner Flucht passiert: Verlassene Straßen, heruntergekommene Motels, düstere Bars. Ein großes, bitteres Drama voller Poesie. Wie eine Essenz aus „Motel Life“ von Willy Flautin und Denis Lehanes „In der Nacht“. Man spürt, dass Pizzolato die TV-Serie „True Detective“ erfunden hat – sie ist diesem Roman nicht nur in ihrer Eindringlichkeit ähnlich.

„Du wirst geboren, und vierzig Jahre später humpelst du aufgeschreckt von deinen Wehwehchen aus einer Bar. Niemand kennt dich. Du fährst über nachtschwarze Highways und erfindest ein Ziel, denn es kommt darauf an, in Bewegung zu bleiben. Deshalb steuerst du auf das Letzte zu, was du zu verlieren hast, ohne eine Ahnung, was du damit anstellen sollst.“

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