Der Schlawi(e)ner

brennerovaServus, Brenner! Wolf Haas´ Kultfigur ist wieder da. Auch im 8. Fall des österreichischen Ex-Polizisten – „Brennerova“ (Hoffmann & Campe) – wird die deutsche Sprache außer Kraft gesetzt. In Mundart, grammatikalisch und stilistisch völlig inkorrekt. Genau das ist es, was diese Serie zu einem so großen Vergnügen macht. Die Handlung? Eigentlich wurscht, Verzeihung, egal. Denn dass Brenner in Russland landet, anschließend in Wien eine Russin heiratet, im Tattoo- und Prostitutionsmilieu ermittelt, bildet nur den Rahmen für Wolf Haas´ einzigartige Ideen und Wortschöpfungen. Männer beschreibt er als „Frauentränenumfaller“, und das Fahrzeug Hummer ist ein „Zuhältertraktor“. Köstlich auch die Haassche Alltagsphilosophie: „Dasitzen und Dreinschauen, das sind die Hauptgründe, dass einem jemand zuwider ist. Man sucht einen Grund, dabei lautet die Wahrheit einfach: Wenn einer schon so dreinschaut.“ Fazit: „Brennerova“ ist nicht das beste Buch der Serie, aber Haas bleibt der geniale Schlawi(e)ner, der uns immer wieder rumkriegt, seine Hauptfigur zu lieben. Und über sie zu lachen.

1 Kommentar
  1. Philipp Elph sagte:

    Hast mich neugierig gemacht!

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