Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

Mit Arsen vergiftet

keigoSchade, schade. Krimis, in denen es vor allem um einen verzwickten Fall geht, sind zurzeit Mangelware. Es dominieren Romane mit psychisch kranken Serienmördern und traumatisierten Ermittlern. Das kann Spaß machen – aber es geht auch anders. So wie in „Heilige Mörderin“ (Klett-Cotta) von Keigo Higashino. Der japanische Autor lenkt die Aufmerksamkeit seiner Leser aus- schließlich auf einen schwierigen Mordfall. Ohne Action, ohne Klimbim. Darum geht´s: Ein Geschäftsmann trinkt in seiner Wohnung eine Tasse Kaffee und stirbt – später stellt sich heraus, dass der Wasserfilter gezielt mit Arsen vergiftet worden war. Doch wie kam das Gift dorthin? Inspektor Kusanagi und seine Assistentin Utsumi recherchieren. Bald gilt die Ehefrau des Toten als Hauptverdächtige, denn sie wusste von einer Affäre ihres Mannes. Einen Beweis finden die Ermittler trotzdem nicht. Gelnag der Frau der perfekte Mord? Erst als ein erfahrener Physik-Professor hinzugezogen wird, verdichtet sich die Beweislage. Keigo Higashino rollt einen raffinierten Fall auf – ein 300-Seiten-Rätsel entsteht. In klaren Worten schildert er die Umstände des Mordes. Was anfangs etwas kühl wirkt, passt letztlich perfekt zu diesem kniffeligen Fall. Und zur distanzierten Art, in der die beteiligten Japaner miteinander kommunizieren.

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