Neuerscheinung

Hamburg in Angst

raetherKaltausschiffung? Was ist das denn? Fachjargon, wenn ein Toter von Bord eines Kreuzfahrtschiffes gebracht wird. Genau das passiert in Till Raethers Kriminalroman „Treibland“ (Rowohlt Polaris) in Hamburg. Da der Mann an einem geheimnisvollen Virus starb, sind die Behörden in Alarmbereitschaft. Müssen 1.500 Passagiere und 500 Besatzungsmitglieder unter Quarantäne gestellt werden? Wird sich das Virus ausbreiten? Raether macht aus dieser spannenden Konstellation keinen Action-Thriller. Stattdessen beobachtet er Kriminalkommissar Adam Danowski bei seinen Ermittlungen. Routiniert und unaufgeregt arbeiten beide, Raether und Danowski. Schritt für Schritt kommen sie dem Ursprung des Virus auf die Spur. Und einem Skandal um Impfstoffe, Pharmafirmen und einen hanseatischen Unternehmer. Der 500-Seiten-Krimi ist aufwändig recherchiert und gibt faszinierende Einblicke in die Hafenwelt. Etwas mehr Tempo hätte ihm gut getan – der Plot funktioniert jedoch auch so. Übrigens: „Treibland“ ist kein Schreib- oder Druckfehler. So nennt man Nebelbänke auf See, die wie Land aussehen.

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