Krimis & Thriller · Rezension

Einer gegen alle

leeWie macht Lee Child das nur? „Wespennest“ (Blanvalet) ist der 15. Roman aus der Jack-Reacher-Reihe. Es könnte also ziemlich fad sein, diese Haudrauf-Hauptfigur (ein Ex-Militärpolizist) schon wieder im Einsatz zu erleben. Noch dazu, da Reacher immer siegt. Der harte, cooole, souveräne Gute gegen das Böse. Ja, das könnte zum Gähnen sein. Ist es aber nicht. Lee Child formuliert präzise, klar und lässig. Sein Plot ist schnörkellos, aber raffiniert. Mit gelungenen Metaphern und umwerfenden trockenen Dialogen. Diesmal muss Reacher in Nebraska für Ordnung sorgen: „Rechts Felder, links Felder, darüber Wolken. Das Land war eben und leer. Wie ein mit braunem Filz bezogener gigantischer Billardtisch.“ In dieser Einöde legt er sich mit einem mächtigen Familienclan an und kämpft für die unter- drückten Bewohner. Intelligente Spannung wie in einem modernen Western. Keiner setzt das Prinzip „Einer gegen alle“ so lesbar um wie Lee Child. Noch immer.

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