Neuerscheinung · Rezension · Romane

Sciene-Fiction von der Edelfeder

zoneNew York liegt in Schutt und Asche. Willkommen in „Zone One“ (Hanser) von Colson Whitehead. Die Apokalypse ist vorbei, und überall lauern Zombies, die ein Trupp „Sweeper“ beseitigen soll. In diesem Team arbeitet auch ein Mann mit dem Spitznamen „Mark Spitz“. Er durchkämmt zerstörte Bürotürme und macht mit seinen Kollegen sauber: „In den ersten beiden Wochen hatten sie die Leichen zu den Fenstern hianusgeworfen. Das war effizient. Die Wahrscheinlichkeit, Passanten zu verletzen, war verschwindend gering. Die Arglosen, die Überraschten, die auf eine Zigarette nach draußen Gegangenen.“ Mit einer großen Portion Sarkasmus beschreibt Colson Whitehead, wie die Zivilisation wieder hergestellt werden soll, nachdem die USA unterging. Das ist düster. Kühl. Etwas zäh. Und eigentlich nur etwas für Freunde des Sciene-Fiction- und Horrorgenres. Doch Edelfeder Whitehead sorgt mit seiner geschliffenen Prosa dafür, dass man dranbleibt. Und froh ist, dass die Apokalypse nur Fiktion ist. Noch.

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