Neuerscheinung · Rezension · Romane

Radikal, laut, türkisch: Günday

extremSeine Sprache ist laut und schonungslos. Gewalt, Drogenmissbrauch und Sex schildert er detailliert. Kein Wunder, dass Hakan Günday der zurzeit erfolgreichste literarische Provokateur der Türkei ist. Sein neuer Roman „Extrem“ (btb) hält, was der Titel verspricht. Günday schildert die Lebensläufe von Derdâ und Derda. Diese beiden Kinder wachsen inmitten von Unterdrückung und Armut auf. Das Mädchen aus Ostanatolien wird zwangsverheiratet und verschleppt. Sie landet im Londoner Untergrund, wo ein türkischer Clan Drogengeschäfte macht. Der Junge lebt als Bettler auf einem Istanbuler Friedhof – sein Vater sitzt im Gefängnis, seine Mutter ist tot. Eines Tages treffen Derdâ und Derda aufeinander. Sie ahnen nicht, dass sich ihre Wege später wieder kreuzen werden. Und dass sie zuvor in einen verhängnisvollen Strudel geraten, der sie fast umbringt. „Extrem“ ist ein radikaler Mix aus Sozialreport, Entwicklungsroman, Thriller und Liebesdrama. Ein starkes Stück türkischer Gegenwartsliteratur. Meine ausführliche Rezension steht in der Juni-Ausgabe des Magazins PUBLIK.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s