Neuerscheinung · Romane

Das Problem der literarischen Durststrecke

avaEs hätte eine aufregende, unkonventionelle, anspruchsvolle love story werden können. Lässig-lakonisch erzählt, raffiniert komponiert – so, wie man das von Günter Ohnemus kennt. Doch sein neuer Roman „Ava oder Die Liebe ist gar nichts“ (C.H. Beck) hat eine entscheidende Schwachstelle: den Raum zwischen Anfang und Ende, rund 120 Seiten. Dort passiert nicht viel, außer dass sich die beiden Hauptfiguren, Gerald und Gloria, mit ihrem Liebesgeplänkel und -geplapper Schritt für Schritt vom Leser entfernen. Schade, denn der Anfang des Romans ist stark. Und die Beziehung zwischen G und G macht neugierig. Das Hauptproblem: vor dem ebenfalls starken Ende (in dem eine neue Frau auftaucht) liegt die literarische Durststrecke. Ohnemus´ Geschichte wäre eine überzeugende kurze Erzählung gewesen – und ist doch nur ein zu langer Roman geworden.

4 Kommentare zu „Das Problem der literarischen Durststrecke

  1. das ist schade – aber seit den Stories in Zähneputzen in Helsinki haben mich alle Ohnemus-Bücher, die ich danach versucht habe, mehr oder weniger enttäuscht. Aber immerhin, Zähneputzen fand ich genial. Schöne Erinnerung ohne Happyend.
    Liebe Grüße, Kai

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s