Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

Ein kluger, kurzer Krimi

bitterAlba im Piemont – ein beschauliches Wein- und Trüffelstädtchen. Nein, dort spielt nicht der nächste überflüssige, pseudo-witzige Regionalkrimi mit einem charmant-tollpatischigen Ermittler. Der italienische Autor Aldo Cazzullo siedelt einen nur 152 Seiten langen, intelligenten Krimi in Alba an. „Bitter im Abgang“ (C.H. Beck) spielt in drei Zeitzonen: 1945, 1963, 2011. Nach einem Mord an einem einflussreichen alten Unternehmer ist die Vergangenheit plötzlich wieder präsent. Denn Moresco war im Krieg ein Partisane. Und er wusste etwas von einem Beuteschatz der italienischen Armee, den die katholische Kirche ver- steckte. Kurz nach dem ersten Mord stirbt ein weiterer Mann: ein Altfaschist, auch er tief verstrickt mit der Geschichte Albas. Aldo Cazzullo offenbart in knappen Sätzen ein verhägnisvolles Beziehungsgeflecht. Seine Sprache ist auf den ersten Blick trocken und schnörkellos, bisweilen jedoch auch schlitzohrig-schmunzelnd. Kurz, klug, gut!

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