Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

Showdown von vorne bis hinten

aichnerWetten, dass Bernhard Aichner „Dexter“ und „Six Feet Under“ mag? Der österreichische Autor erwähnt an einer Stelle seines neuen Thrillers „Totenfrau“ (btb) die TV-Serie „Dexter“ sogar. Und seine Hauptfigur, eine Frau, die er nur Blum nennt, kennt sich mit Leichen genauso gut aus wie Dexter Morgan oder die Bestatter-Familie Fisher. Das bedeutet: dieser Roman ist direkt, schonungslos, manchmal auch brutal. Außerdem: sehr konsequent. Denn Aichner macht so viel Tempo wie Sebastian Vettel in der Formel 1. Und er will vor allem eines: seine Leser fesseln. Das gelingt ihm hervorragend, seine kurzen, aufs Wesentliche reduzierten Sätze lassen einen nicht los. Aber worum geht´s eigentlich? Um den Rachefeldzug von Frau Blum. Erst beseitigt sie ihre Adoptiveltern, dann vier Männer. Krass, oder? Nun ja. Sie hat ihre Gründe. Und kaum Skrupel. Kapitel 48 beginnt Aichner mit dem Wort „Showdown“. Aber eigentlich ist das ganze Buch ein Showdown, von der ersten Seite an. Aichners Spezialität: rasante Stichwort-Sätze und knackige Stroposkop-Dialoge. Wer Thriller meistens langweilig findet, muss Aichner lesen. Und zittern.

2 Kommentare zu „Showdown von vorne bis hinten

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