Neuerscheinung · Rezension · Romane

Australisches Außenseiter – Drama

barracudaChristos Tsiolkas weiß, wie man sich als Außenseiter fühlt. Der international erfolgreiche Autor stammt aus einer griechisch-australischen Arbeiterfamilie. Und er ist schwul. Beides trifft auch auf seine Hauptfigur in „Barrakuda“ (Klett-Cotta) zu: Daniel Kelly hat es dank eines Stipendiums auf eine Eliteschule in Melbourne geschafft – er gilt als herausragender Sportschwimmer. Doch seine Mitschüler verachten ihn. Christos Tsiolkas begleitet Daniel von 1994 bis 2012, er schaut ihm über die Schulter, beim Training, beim Sex, bei den Olympischen Spielen in Sydney. „Barrakuda“ ist ein starkes Außenseiter-Drama, vielschichtig und schonungslos. Seltsam jedoch: im Klappentext wird mit keinem einzigen Wort erwähnt, dass Daniel schwul ist. Verkaufen sich Romane mit homosexuellen Protagonisten schlechter? Oder haben die PR-Texter das Buch gar nicht gelesen?

Ein Kommentar zu „Australisches Außenseiter – Drama

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