Whiskey, Koks, Dildos, Zigarren…

.niv..und Literatur. Wie das zusammenpasst? Ganz einfach: John Niven porträtiert in seinem neuen Roman „Straight white male“ (Heyne Hardcore & Random House Audio) den irischen Schriftsteller Kennedy Marr. Der ist ein zynischer, drogensüchtiger Egoist. Marr säuft und hurt sich durch Hollywood, wo er als Drehbuchautor arbeitet. Er häuft Schulden an und hat keinen Plan, was er wirklich will – außer: Pornos und Sex. Die Lösung kommt aus England. Marr erhält einen bedeutenden Literaturpreis. Aber nur, wenn er zuvor an einer Universität in den Midlands junge Autoren im Schreiben unterrichtet. Klar, dass sich Marr das nicht entgehen lässt. Und klar, dass es auf dem Campus so richtig rund geht. John Niven, bekannt für seine rotzigen, provokanten Satiren, hat einen Höllenspaß an dieser Geschichte. Sprach- und wortgewaltig knallt er die Hauptfigur durch den schrägen Plot. Das liest sich gut weg, ist aber auf Dauer etwas ermüdend; Tiefe und Doppelbödigkeit fehlen zunehmend. Was sich hingegen lohnt: die Hörbuchfassung mit einer Gesamtlänge von zwölfeinhalb Stunden. Sprecher Gerd Köster liest Nivens Geschichte wunderbar knautschig und knatterig. Seine Stimme macht den Roman zu einem skurrilen Vergnügen, besser als jeder Kneipen- oder Barabend.

1 Kommentar
  1. marie sagte:

    Kurzfassung oben erinnert mich an Charles Bukowski, der war auch immer besoffen und hat rumgehurt

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