Wallanders Pseudo-Comeback

mankellIrgendetwas stimmt hier nicht: in den TOP 10 der Buchcharts steht ein neuer Wallander-Roman, fast so wie vor 15 Jahren. Dabei ist Henning Mankells berühmteste Figur doch schon längst dement und im Ruhestand. Die Auflösung: „Tod im Herbst“ (Zsolnay), ein Kurzkrimi, stammt aus dem Jahr 2004. Mankell gibt das ganz offen zu. Mit einiger Skepsis liest man also die nicht sonderlich originelle Geschichte – im Garten eines Hauses werden zwei vergrabene Leichen gefunden. Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich der altbekannte Wallander-Charme: Mankells einzigartige Prosa, sein intensiver, und doch reduzierter Stil faszinieren. Nichts an der Handlung und an der mürrischen Hauptfigur ist neu, man hat das in dutzenden anderen, längeren und besseren Wallander-Romanen gelesen. Trotzdem sorgt dieses Pseudo-Comeback für Freude. Weil es zeigt, dass Henning Mankell noch immer zu den wichtigsten und literarischsten Krimiautoren der Welt zählt.

3 Kommentare
  1. Philipp Elph sagte:

    Sozusagen „Frisch aus der Mottkiste“

  2. Christoph sagte:

    Danke für die Einschätzung! Als Hardcover werde ich mir das Buch nun auf keinen Fall kaufen – warte lieber darauf, es in der Bücherei zu ergattern. Lesen möchte ich es nämlich trotzdem sehr gerne.

  3. Ja, das ist besser. Denn ein Griff in die Mottenkiste (Danke, Philipp!) muss ja nicht auch noch teuer sein 😉 Lesenswert ist der Roman aber wie gesagt dennoch…

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