Neuerscheinung · Rezension · Romane

Liebe, Literatur & Spionage

honigNanu? Ian McEwan klingt in seinem neuen Roman „Honig“ (Diogenes) ganz anders als etwa in „Saturday“, „Abbitte“ oder „Solar“. Ruhiger, einfacher, weniger ironisch. Grund dafür ist, dass er aus der Perspektive einer jungen Frau im Jahr 1972 schreibt. Serena Frome heißt die literaturbegeisterte Sekretärin beim britischen Inlandsgeheimdienst MI5. Sie bekommt den Auftrag, den jungen Schriftsteller Tom Haley für eine geheime Operation zu gewinnen. Er darf allerdings nichts davon wissen – Serena soll ihm nur mitteilen, dass er ein hoch dotiertes Stipendium einer angesehenen Stiftung erhält. Von Haleys zukünftigen Werken erhofft sich der MI5 einen Sieg im kulturellen Krieg mit der Sowjetunion. Doch der Plan scheitert: Haley und Serena werden ein Paar. Und die Geheimdienstmitarbeiterin gerät in einen schweren Gewissenskonflikt. Ian McEwan hat einen großen Roman über Literatur, Liebe und Spionage geschrieben – und ein überraschendes Finale, das die komplette Geschichte auf den Kopf stellt. Wunderbar!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s