Bittere Armut im Mississippi-Delta

wardEine schiefe Holzhütte am Waldrand, davor Autowracks, eine Müllgrube und Hühner: die Heimat von Esch, einem 15jährigen Mädchen aus dem Mississippi-Delta. Aus deren Perspektive erzählt US-Autorin Yesmyn Ward in „Vor dem Sturm“ (Kunstmann) eine Familiengeschichte, die mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde. Esch, ihre drei Brüder und ihr Vater zählen zu jenen Afroamerikanern, die fernab des Glanzes von Barack Obama leben. In einer vergessenen Gesellschaftsschicht, in einem vergessen wirkenden Amerika. Ihr Alltag ist geprägt von bitterer Armut, vom Kampf ums Überleben. Und von Erinnerungen an die Mutter der Kinder, die bei der Geburt des Jüngsten starb. Yesmyn Ward porträtiert eine Familie am Rande der Gesellschaft und zeigt, wie Zusammenhalt unter schwierigsten Bedingungen funktioniert. Ihr Roman beschönigt nichts, und in kräftigen Worten schildert sie das tägliche Drama, bisweilen ergänzt durch poetische Bilder. Als Finale wählt Ward einen Hurrikan – er fegt alles hinweg: Bäume, Häuser und die Hoffnungen der Menschen. Ein starkes Buch!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: