Tom Rob Smith sorgt für Thrill

robDas Label „Thriller“ bedeutet oft gar nichts: manche dieser Romane sind zum Gähnen. Bei „Ohne jeden Zweifel“ (Manhattan) von Tom Rob Smith kommt man allerdings kaum zum Atmen. Und das, obwohl der Großteil der Handlung auf Dialogen zwischen einem Mann und seiner Mutter basiert. Diese Gespräche haben es in sich: Daniels Mutter Tilde fühlt sich verfolgt und fürchtet um ihr Leben. Überstürzt reist sie aus dem Dorf in Schweden ab, in dem sie mit ihrem Ehemann lebt. Kaum ist sie bei ihrem Sohn in London angekommen, behauptet Tilde, die Dorfbewohner hätten sich gegen sie verschworen. Schließlich ruft Daniels Vater in London an und behauptet, Tilde leide unter Wahnvorstellungen, sei verrückt und gewalttätig. Daniel ist geschockt. Wem soll er glauben? Je mehr Tilde erzählt, desto bewusster wird Daniel, dass er seine Eltern kaum kennt. Auch seine scheinbar perfekte Kindheit bekommt Risse. Tom Rob Smith schildert das mitreißende Familiendrama aus Daniels Perspektive und in einfacher Sprache. Ein starker Thriller, der nur im letzten Viertel etwas von seinem hohen Tempo und seiner außergewöhnlichen Spannung einbüßt.

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