Neuerscheinung · Rezension · Romane

Stoner und die Literatur

stonerWilliam Stoner, geboren 1891 auf einer kleinen Farm im tiefsten Missouri: die Hauptfigur eines 48 Jahre alten Romans von John Williams. „Stoner“ (so der Titel) war fast vergessen und Williams ist längst tot. Doch jetzt sind beide plötzlich wieder hellwach. Denn beim dtv ist der Roman neu veröffentlicht worden – ein stilles, bedächtig erzähltes Werk, das trotzdem (oder gerade deswegen) einen starken Eindruck hinterlässt. Denn John Williams schildert die Lebensgeschichte Stoners so einfühlsam und überzeugend, dass man glaubt, eine reale Person kennenzulernen. Der Aufstieg vom Farmerskind zum Doktor der Philosophie und Literaturprofessor berührt und sorgt für einen nach- haltigen Lesegenuss. Schade, dass Williams diesen erneuten Erfolg nicht miterleben kann. Er starb 1994, nachdem er selbst jahrzehntelang Literatur an der Denver University gelehrt hatte. Wie tragisch, denn „Stoner 2013“ ist die Wiedergeburt eines Klassikers.

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