Erkrankt an Bücherkummer

dicker1Schriftsteller leiden unter Bücherkummer – das verriet mir der Schweizer Bestsellerautor Joel Dicker im Interview (Foto). Der 28jährige steht mit seinem Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ (Piper) zurzeit weltweit ganz oben in den Charts. In seinem Buch ist ein fiktiver Schriftsteller am Kummer erkrankt. 

Monsieur Dicker, bitte erklären Sie mir diese mysteriöse Krankheit. Gerne (er lacht). Diese spezielle Krankheit von Schriftstellern ist sehr kompliziert und heftig. Denn im Gegensatz zum Liebeskummer kann den Bücherkummer niemand nachvollziehen, der nicht selbst Autor ist. Probleme in der Beziehung versteht jeder, da bekommt man viel Mitgefühl, wird getröstet und abgelenkt: „Komm, Du Armer, lass uns was trinken gehen, das wird schon wieder.“ Wenn ich allerdings davon erzähle, dass ich gerade keine Idee habe oder beim Schreiben nicht weiterkomme, zucken andere oft nur mit den Schultern: „Ach, das ist doch nicht schlimm“. So entsteht aus dem Bücherkummer auch noch ein Gefühl von Einsamkeit. 

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