Neues von Eschbach & Eckert

2Wozu immer ins Ausland schielen? Es gibt sie doch, die deutschen Thrillerautoren! Andreas Eschbach und Horst Eckert zum Beispiel: zwei Routiniers, die wissen, wie man heißte Themen anpackt und Leser fesselt. Eschbach erzählt in „Todesengel“ (Lübbe) von einer mysteriösen Gestalt, die in Berlin an Tatorten von Verbrechen auftaucht und Kriminelle tötet, bevor diese ihre Opfer umbringen. Eine verdammt spannende, raffinierte Geschichte über Selbstjustiz und Zivilcourage – leider mit 540 Seiten zu lang geraten und sprachlich nur Durchschnitt. Auch Horst Eckert überzeugt mich mit „Schwarzlicht“ (Wunderlich“) nicht ganz: sein Polit-Thriller um den Mord am Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen ist zwar thematisch brisant, aber längst nicht so packend wie sein Roman „Schwarzer Schwan“ (Grafit). Der Grund: Eckert schildert ausführlich das Privatleben seines Ermittlers Vincent Veih und Internas der Polizeibehörden – dabei bleibt manchmal die Spannung auf der Strecke. Schade.

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