Rezension · Romane

Spurlos verschwunden

imagesSie hat sich viel Zeit gelassen. Nach mehr als sechs Jahren Pause gibt die norwegische Autorin Linn Ullmann wieder ein literarisches Lebenszeichen von sich: „Das Verschwiegene“ (Luchterhand). Souverän schildert sie ein vielschichtiges Familiendrama: das Verschwinden des 19jährigen Hausmädchens Mille. Im Haushalt von Siri und Jon kümmert sie sich um Liv und Alma, die Kinder. Dann wird sie plötzlich vermisst – ausgerechnet am Abend des 75. Geburtstags von Siris Mutter. Niemand weiß, was passiert ist. Außer Linn Ullmann, die die Beziehungen aller Familienmitglieder zu Mille untersucht. Wie eine Therapeutin stellt sie Zusammenhänge her, gleitet in die Vergangenheit, legt Konflikte offen. Ein raffiniert konstruiertes, spannendes Buch über „Das Verschwiegene“ innerhalb von Familien. 

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