Sawatzki, omnipräsent

auch-wenn-die-hauptfigur-viel-aehnlichkeit-mit-andrea-sawatzki-hat-ist-das-romandebuet-der-schauspielerin-nur-wenig-autobiografisch-Noch steht “Ein allzu braves Mädchen” (Piper) nicht auf den Bestsellerlisten. Doch das wird sich bald ändern – die PR-Offensive für Andrea Sawatzkis Debütromanläuft weiter auf Hochtouren. Was ist das für ein Buch, über das seit zwei Wochen diskutiert wird? Eine Psychostudie? Ein Mini-Krimi? Beides. Im Mittelpunkt stehen die Psychologin Dr. Minkowa und ihre Patientin Manuela Scriba. Die beiden Frauen treffen in einer Klinik aufeinander, nachdem Scriba eingeliefert wurde – verwirrt, verängstigt und ohne Erinnerung. Zwischen den Dialogen konfrontiert Sawatzki ihre Leser mit einer Zeitungsmeldung: „Rätselhafter Mord an Rentner“ heißt es dort. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ermordeten und der Frau ohne Erinnerung? Na klar. Sawatzki liefert keine der genretypischen Überraschungen oder Wendungen. Sondern nüchterne Sätze und zum Schluss eine schlichte Erklärung. Das wirkt etwas unbefriedigend, ist aber mutig. Sawatzkis zurückhaltender Sprachstil erinnert stark an Andrea Maria Schenkel und Ferdinand von Schirach. Fazit: ein überraschendes Debüt, aber längst nicht die Sensation, die der Rummel darum impliziert.

2 Kommentare
  1. Philipp Elph sagte:

    Der Rummel währte wohl nur kurz!

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